Kieler Woche 2025

Auch in diesem Jahr ging es für die Schülerinnen und Schüler des SRSV Plön sowie die „SRSV-Oldies“ (ehemalige Schülerinnen und Schüler des GSP, die in den letzten Jahren ihr Abitur gemacht haben) für eine Woche auf den Marinestützpunkt Kiel-Wik zu den Kutter-Wettfahrten der Kieler Woche 2025.

Am ersten Freitag der Kieler Woche bauten wir sowohl ein großes Mannschaftszelt für die Schülerinnen und Schüler als auch eines für die Ehemaligen auf. So entstand ein großes und gemütliches Camp inmitten des von der Marine bereitgestellten Zeltplatzes, das ab Montag für eine Woche unser Zuhause werden sollte.

Bereits am ersten Wochenende fanden die ersten Marinekutterregatten statt. In der „Offenen Klasse“ traten viele bekannte Gesichter (ehemalige SRSVler*innen) unter der Flagge der Vereinigung der Butenplöner an. Der Crew um Steuermann Nils Borchert gelang dabei ein starker 5. Platz in einem Feld von 25 Booten.

Am Montag mussten die Wettfahrten aufgrund von zu starkem Wind leider abgesagt werden. Auch das geplante Training für die Schülerinnen und Schüler des SRSV auf der Kieler Förde fiel dem Wetter zum Opfer. Am Dienstag zeigte sich ein ähnliches Bild: Der Wind war weiterhin zu stark für unsere Bootsklasse. Zum Glück hatten wir regenfeste Mannschaftszelte, in denen wir das stürmische Wetter aussitzen konnten.

Am Mittwoch war es dann endlich so weit: Trotz weiterhin kräftigem Wind und Schietwetter starteten wir die Kieler-Woche-Wettfahrten mit der Langfahrt. Von der Innenförde aus segelten wir bis nach Schilksee und zurück und waren über zwei Stunden unterwegs – der starke Wind machte das Segeln zu einem echten Workout.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es für neun Seglerinnen und Segler des SRSV erneut aufs Wasser. Die drei Wettfahrten in der Klasse „Offene Landesjugendmeisterschaft“ konnten als einzige an diesem Tag gesegelt werden. Emma Bredfeldt und ihrer Crew gelang dabei ein beeindruckender Hattrick: drei erste Plätze in drei Wettfahrten.

Am Mittwochnachmittag erlebten wir einen Wetterumschwung, sodass am Donnerstag bereits morgens hohe Temperaturen herrschten – nur der Wind ließ auf sich warten. Nachdem die erste Wettfahrt gestartet und mangels Wind wieder abgebrochen werden musste, trieben die sechs Jugendwanderkutter im „Päckchen“ zusammengebunden über die Kieler Förde. Bei Musik und einer spontanen Badepause konnte die Wartezeit gemeinsam überbrückt werden.

Am Nachmittag frischte der Wind endlich auf, sodass sowohl der Jugendwanderkutter „Butenplöner“ als auch die Ehemaligen in der „Internationalen Klasse“ (kurz: INAT) vier Wettfahrten segeln konnten. Nachdem die Ergebnisse der Langfahrt am Vortag nicht ganz zufriedenstellend gewesen waren, konnten wir in unserem „Steckenpferd“, den olympischen Dreiecken, punkten: Der „Butenplöner“ mit Steuerfrau Anne-Marie Hunzinger ersegelte zwei souveräne erste Plätze, einen zweiten sowie einen fünften Platz. Bei den Oldies in der INAT-Klasse lief es sogar noch besser: Jonathan Steffens und seiner Crew gelangen drei erste Plätze und ein dritter Platz.

Auch abseits des Wassers machte sich das gute Wetter bemerkbar: Der Zeltplatz war am Mittwoch- und Donnerstagabend wieder voller Leben. Bei Volleyballrunden und gemeinsamen Grillabenden ließen wir die Tage entspannt ausklingen. Die Schülerinnen und Schüler des GSP hatten dabei die Möglichkeit, die anderen Vereine aus Louisenlund und Hamburg kennenzulernen.

Am Freitag spielte uns das Wetter erneut einen Streich: Bei frischen 4–5 Windstärken ging es für den „Butenplöner“ und die Oldies erneut auf Langfahrt. Für beide Boote ging es um den Sieg der Kieler-Woche-Regatten in ihrer Klasse. Den Oldies gelang mit einem dritten Platz bei elf Booten der Gesamtsieg in der INAT-Klasse, während der „Butenplöner“ die starke Konkurrenz aus Hamburg („Teufelsbrück“) nicht mehr überholen konnte. Am Ende stand ein starker zweiter Platz von sechs Booten zu Buche.

Nach den Wettfahrten wurden unser Kutter und das Begleitboot gekrant, das Camp abgebaut und nach der Siegerehrung gingen alle stolz und erschöpft nach Hause.

Am Samstagmorgen trafen sich alle Seglerinnen und Segler am SRSV, um das Boot zu reinigen und es wieder fit für einen tollen Segelsommer auf dem Plöner See zu machen.

Wir freuen uns alle schon riesig auf die Kieler Woche 2026!

Bericht von Jonathan Steffens als Butenplöner/ SRSV-Oldie

Eines der Highlights in der Saison 2025 stellte für die SRSV-Kuttercrew auch in diesem Jahr wieder die Teilnahme an den Regatten im Zuge der Kieler Woche dar. Die Mannschaften aus aktiven Schülerinnen und Schülern segelten in der Klasse der Jugendwanderkutter (JWK) und bei der offenen Landesjugendmeisterschaft (OLJM) mit. Die SRSV-Oldies starteten erneut in der internationalen Klasse (INAT).

Nach langer, intensiver Vorbereitung – inklusive zweier Trainingswochenenden – fuhren wir am Freitag, den 20. Juni, mit unserem Kutter „Butenplöner“ zum Kieler Marinestützpunkt. Unsere „Plune“ musste in diesem Jahr leider auf ihrem Liegeplatz am Bootshaus zurückbleiben, da u.a. durch das parallel stattfindende mündliche Abitur nicht genügend Seglerinnen und Segler für beide Kutter dabei sein konnten. In Kiel angekommen, richteten wir uns auf dem Zeltplatz ein und hatten das große Glück, unseren „Butenplöner“ wieder in eine der Boxen legen zu dürfen. Dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön an den Hafenmeister!

Nachdem wir am Montagmorgen alle angereist waren und unsere Zelte bezogen hatten, wollten wir eigentlich noch ein letztes Training segeln. Eine Gewitterfront machte uns da allerdings einen deutlichen Strich durch die Rechnung. 

Auch am Dienstag war das Wetter nicht auf unserer Seite. Auf der Steuermannsbesprechung am Vormittag sprach die Wettfahrtleitung aus, was viele nach einem Blick auf die Förde bereits befürchtet hatten: Mit Wind über 20 kn wurde die für 14 Uhr angesetzte Wettfahrt abgesagt. Im weiten Verlauf des Tages begann es in Strömen zu regnen. Gemeinsam mit den Besatzungen der drei Hamburger JWKs und den Louisenlundern verbrachten wir einen fröhlichen Abend in unserem Mannschaftszelt.

Am nächsten Morgen standen wir früh auf, um vor der Wettfahrt noch ein wenig trainieren zu können. Als erster Kutter liefen wir mit dem „Butenplöner“ aus dem Hafen aus. Draußen auf dem Wasser hatte der Wind im Vergleich zum Vortag glücklicherweise etwas nachgelassen, war aber immer noch ziemlich stark. So führte uns die folgende Langfahrt bis vor Schilksee. Nachdem die Hamburger „Teufelsbrück“ bereits nach kurzer Zeit ihre Langfahrtfähigkeiten bewiesen hatte und dem restlichen Feld davon gesegelt war, überholte uns nach etwa der Hälfte der Strecke auch einer der zwei Lunder Kutter, so dass wir am Ende als Dritte die Ziellinie passierten.

Am Nachmittag ging es dann weiter mit den ersten – und wie sich später zeigen sollte, auch einzigen – drei Wettfahrten der OLJM. Dabei zahlte sich die in diesem Jahr besonders intensive Vorbereitung auf diesen Teil der Regatta aus: Unsere Mannschaft schaffte es alle drei Wettfahrten zu gewinnen. Abends hatten wir endlich richtig schönes Wetter. Das nutzten wir, um zu Konzerten auf die Kiellinie zu gehen. Im Zeltlager wurde außerdem mit den anderen JWK-Mannschaften Skat gespielt.

Am Donnerstag war der Sturm zwar schließlich endgültig abgeklungen, dafür hatten wir nun allerdings beinahe Flaute. Wieder verließen wir früh den Hafen, um uns in Ruhe ein Bild von den Gegebenheiten machen zu können. Die erste Wettfahrt wurde allerdings nach etwa einer halben Stunde abgebrochen, da die Kutter nur noch ohne Fahrt im Wasser trieben. Trotzdem blieben wir draußen auf der Förde, denn die „Gorch Fock“ sollte bald einlaufen. Wir legten uns also mit allen sechs JWKs ins Päckchen, hörten Musik über die eingebauten Anlagen der Hamburger Kutter und sahen zu, wie der weiße Dreimaster sich über das spiegelglatte Wasser der Kieler-Förde schob. Für uns bot sich nebenbei auch die Gelegenheit, die Louisenlunder und Hamburger Kutter einmal genauer anzusehen und uns mit den anderen Mannschaften über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Boote auszutauschen. Am Nachmittag ging es dann wieder aufs Wasser. Zu Beginn konnten wir einen ersten Platz ersegeln, ließen uns bei der zweiten Wettfahrt dann aber von den anderen Mannschaften zu nervös machen und kassierten einen fünften Platz. In Wettfahrt Nr. 3 konnten wir dank eines cleveren Manövers auf dem Am-Wind-Kurs das komplette Feld überholen und die Ziellinie wieder als erste überqueren. Danach schlossen wir diesen spannenden Wettfahrttag mit einem zweiten Platz ganz knapp hinter der „Teufelsbrück“ ab und grillten anschließend gemütlich im Zeltlager.

Der Freitag war für uns nun im wahrsten Sinne der Tag der Entscheidung: Als Zweitplatzierte der Gesamtwertung hatten wir noch die Chance, mit einem Sieg in der geplanten Langfahrt die führende „Teufelbrück“ einzuholen und damit den Gesamtsieg zu erringen. Nach einem perfekten Start lieferten wir uns einen langen Luvkampf mit der „Teufelsbrück“ und konnten zunächst in Führung bleiben. Auf dem Weg in die Innenförde konnte sie uns dann allerdings doch überholen. Zusätzlich kamen uns nun unzählige Traditionssegler entgegen, durch die wir nur sehr mühsam hindurch manövrieren konnten. In der Innenförde machten uns der unstetige Wind und die vielen Abdeckungen durch Hochhäuser zu schaffen. Aus diesem Chaos schafften wir es schließlich erst als Fünfte heraus.

So beschlossen wir die 136. Marinekutterregatta auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung hinter der „Teufelsbrück“.

Die OLJM gewannen wir mit drei Siegen in drei Wettfahrten. Damit durften wir auch den Pokal für die beste Jugendmannschaft mit nach Plön nehmen.

Es war wieder eine spannende Kieler Woche voller schöner Momente und wir freuen uns bereits riesig auf das nächste Jahr! Ein ganz besonderes Dankeschön gilt an dieser Stelle vor allem noch einmal unserem Trainer Michel sowie Christian Sturde für die tolle Vorbereitung, Organisation und Begleitung.

Aber nicht nur die aktiven Schülerinnen und Schüler sind bei dieser Regatta dabei gewesen!

Weil‘s letztes Jahr so schön war, ging’s auch für die SRSV-Oldies 2025 erneut zur Kieler Woche zur Mission „Titelverteidigung“.

Die SRSV-Oldies sind ehemalige Schüler*innen des Gymnasiums Schloss Plön, die viele Jahre im Verein aktiv gewesen und vor allem beim Kuttersegeln nach wie vor aktiv sind.

Weil einige ihr Glück bereits unter der Flagge der Butenplöner in der offenen Klasse am ersten Kiieler Woche-Wochenende versuchten, bauten wir bereits am Freitag unser neues SRSV-Oldies-Mannschaftszelt, das ein riesen Upgrade zum Vorjahr war, gemeinsam neben dem Mannschaftszelt der aktiven Schüler*innen des SRSV auf. Unser Camp war endlich möwen- und regensicher.

Nachdem einige bereits ein entspanntes Wochenende auf dem Zeltplatz verbracht hatten, in der offenen Klasse gesegelt waren und Einkäufe erledigt hatten, war der Hauptanreisetag auch für uns der Montag. Aufgrund des starken Unwetters entschieden wir uns gegen ein Montagstraining und für einen Teambuildingabend im Bayernzelt. 

Unser Vorhaben sollte sich bezahlt machen, denn Dienstagmorgen wurde auf der Steuermannsbesprechung auch unsere Wettfahrt abgesagt. Bei 12 Grad und Regen im norddeutschen Sommer machten wir trotzdem das Beste draus und genossen das Wiedersehen aller alten Freunde auf dem Zeltplatz. 

Mittwoch war es endlich so weit und wir segelten unsere erste Wettfahrt: Eine Langfahrt. Bei guten fünf Windstärken und starker Konkurrenz gelang es uns nicht, unsere Dominanz des Vorjahres bei den Langfahrten zu bestätigen. Wir ersegelten einen ernüchternden fünften Platz und wussten nicht mal so recht, woran es lag. Wir fuhren nach den Wettfahrten auf die Kiellinie, besuchten Konzerte und warfen abends bei herrlichem Wetter den Grill an. 

Der Donnerstag verlief seglerisch-gesehen erst ähnlich enttäuschend, weil absolut kein Wind zu sehen war. Um 6 Uhr standen wir auf, legten ab, starteten eine Wettfahrt, belegten den ersten Platz, doch dann kam auch bei uns der Abbruch der Wettfahrt. 

Nachmittags kam dann tatsächlich der langersehnte Wind. Bei klasse Bedingungen ersegelten wir drei erste Plätze. In der vierten Wettfahrt holten wir nach zwei Strafkringeln einen super dritten Platz. Bei toller Stimmung genossen wir unseren letzten gemeinsamen Abend auf dem Zeltplatz.

Am Freitag stand die zweite Langfahrt an. Sage und schreibe drei Stunden dümpelten wir bei erst sehr mäßigem Wind und später Flaute durch die Kieler Förde. Später mussten wir – wie die JWKs – ebenfalls im Zickzack um die Traditionssegler fahren und wurden dabei von zwei Konkurrenten überholt. 

Als Langfahrtsdritte und gesamt erstplatzierte Mannschaft in der internationalen Klasse endete eine tolle Kieler Woche 2025 bei perfektem Sonnenschein. 

Auch nach der Schulzeit ist es ehemaligen aktiven Vereinsmitgliedern möglich, weiterhin aktiv zu sein und an tollen Ereignissen wie der Kieler Woche teilzunehmen. Wir können das nächste Jahr kaum erwarten!